Noch drei Monate bis zum Jahresende. Gerade jetzt lohnt es sich, nicht nur zurückzublicken, sondern aus den vorhandenen Zahlen konkrete Entscheidungen für 2027 abzuleiten.
Für viele Unternehmerinnen und Unternehmer ist der Jahresabschluss vor allem mit einer Frage verbunden: Wie sieht es steuerlich aus? Dabei können die Zahlen wesentlich mehr. Richtig genutzt zeigen sie, welche Bereiche des Unternehmens gut funktionieren, wo Handlungsbedarf besteht und welche Weichen für das kommende Jahr gestellt werden sollten.
2025 verstehen: Was hat sich wirklich gerechnet?
Der Blick auf 2025 liefert eine wichtige Grundlage für die weitere Planung. Dabei reicht es nicht, nur Umsatz und Jahresgewinn anzusehen.
Interessant ist vor allem: Welche Leistungen, Produkte oder Kundengruppen waren tatsächlich profitabel? Wo waren die Margen besonders gut? Und wo haben gestiegene Kosten einen vermeintlich guten Umsatz aufgefressen?
Diese Analyse hilft dabei, erfolgreiche Bereiche gezielt auszubauen und bei weniger rentablen Leistungen gegenzusteuern. Vielleicht müssen Preise angepasst, Abläufe effizienter gestaltet oder bestimmte Angebote grundsätzlich neu bewertet werden.
2026 hochrechnen: Wo landen wir zum Jahresende?
Im Oktober ist das Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen – aber es gibt bereits genügend Informationen für eine belastbare Hochrechnung.
Der aktuelle Buchhaltungsstand bildet dafür die Ausgangsbasis. Ergänzt werden sollten unter anderem noch offene oder erwartete Aufträge, geplante Investitionen und sonstige Ausgaben sowie bevorstehende Steuerzahlungen.
So entsteht eine Jahresendprognose für 2026, die wesentlich aussagekräftiger ist als ein reiner Blick auf den aktuellen Kontostand.
Und genau diese Prognose ist entscheidend: Denn wer frühzeitig weiß, wo das Unternehmen voraussichtlich zum Jahresende stehen wird, kann noch handeln.
2027 planen: Was ändern wir konkret?
Jetzt wird aus dem Rückblick ein Fahrplan.
Die Erkenntnisse aus 2025 und die Prognose für 2026 fließen direkt in die Budgetplanung für 2027 ein. Dabei geht es um konkrete unternehmerische Entscheidungen: Müssen Preise angepasst werden? Sind neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter notwendig? Welche Investitionen stehen an? Und wie entwickelt sich die Liquidität über das Jahr?
Ein gutes Budget ist deshalb keine starre Tabelle, die einmal erstellt und anschließend abgelegt wird. Es ist ein Steuerungsinstrument für das Unternehmen.
Vom Jahresabschluss zum Unternehmensplan
Die entscheidenden drei Fragen lauten:
2025: Was hat sich gerechnet?
2026: Wo landen wir zum Jahresende?
2027: Was ändern wir konkret?
Wer diese Fragen beantworten kann, startet nicht mit bloßen Erwartungen ins neue Jahr, sondern mit einem nachvollziehbaren Plan.
Unser Tipp: Vereinbare jetzt deine Budgetbesprechung mit 360 Business Planner. Gemeinsam machen wir aus deinen Zahlen einen konkreten Fahrplan für 2027.
Dieses Video dient zur Weiterbildung und nicht zur steuerlichen Beratung. 360°Tax TV ersetzt kein persönliches Beratungsgespräch und keine rechtlich verbindliche Auskunft.
Freundliche Grüße,
Mag. Christiane Holzinger und das gesamte 360°Business Planner Team